Beerdigung in Italien und Deutschland: Tendenz immer mehr zu Feuerbestattungen

Die Feuerbestattung ist eine Bestattungsform, bei der die Leiche eingeäschert und deren Asche anschließend beigesetzt wird. Italien ist der Vorreiter, wenn es zu Feuerbestattungen kommt. Aber auch in Deutschland wird diese Beisetzungsform zunehmend beliebter. Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick nach Italien und italienische Beerdigungen. 

Das Ableben italienischer Verwandter 

Einige Dinge sind in Deutschland und Italien gleich: Das italienische und das deutsche Gesetz sehen vor, dass der zuständige Arzt den Tod des Angehörigen persönlich feststellt und in einem dafür vorgesehenen Dokument zertifiziert. In der Sterbeurkunde werden sowohl der Zeitpunkt als auch die Ursache des Todes angegeben. Wenn das Ableben im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim stattfindet, übernimmt der dort arbeitende Arzt die Ausstellung der Sterbeurkunde. Es dürfen keine Zweifel an der Identität des Toten und an der Todesursache bestehen, da eine Leiche später nicht exhumiert werden kann. Nach dem Ausstellen der Sterbeurkunde kann der Tote gewaschen und angekleidet sowie für die Aufbahrung zu Hause bzw. in der in der Aufbahrungshalle eines Friedhofs, eines Bestattungsunternehmens oder in einer Kirche vorbereitet werden. 

Bestattungszeit in Italien

Bestattungen werden in Italien schneller als in Deutschland durchgeführt. Meist erfolgt die Bestattung innerhalb von acht Tagen nach dem Eintritt des Todes. Dies liegt nicht zuletzt auch am Klima, das die Verwesung des Leichnams beschleunigt. Dementsprechend erfolgt die Beisetzung in südlichen Ländern insgesamt schneller. 

Bestattungen in Italien

Die üblichsten Bestattungsformen in Italien sind die Erd- und Feuerbestattung (cremazione). 1876 wurde in Mailand das erste Krematorium Europas in Betrieb genommen. Oft findet die Beisetzung in einer Ruhestätte in einem Kolumbarum statt, welches nur wenig Platz für die Urne bzw. die Gestaltung des Grabes lässt. Ruhestätten, die für Särge ausgelegt sind, werden als Schiebegräber bezeichnet. Solche Schiebegräber finden sich auf vielen italienischen Friedhöfen. Von der Welt abgeschottet wirken die Friedhofsflächen aufgrund von Kolumbarien, in denen die Urnen in kleinen Fächern übereinandergestapelt werden. Angehörige können die Tafel, hinter der sich die Urne befindet mit den Sterbedaten, einem persönlichen Bild, einem Blumengesteck und gemeißelten Intarsien sowie Heiligenbildern verzieren.

Grabschmuck in Italien

Wie bereits die Römer verschönern auch die Italiener die Gräber von Angehörigen bis heute mit kleinen Portraits aus Porzellan, die mehr über den Verstorbenen verraten. Vereinzelt finden sich auch Büsten oder Reliefbilder, die Erinnerungen und Trost spenden.

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